Wir Du Dich auf den Weg nach Jordanien machen willst, ist es am besten, wenn man sein Jordanien Visum vorab bei der Botschaft in Berlin bestellt. Bitte plant dafür genug Zeit dafür ein, denn man muss (wohl) seinen Pass an die Botschaft schicken und bekommt den auf auch wieder per Post zurück.

Wir sind den komplizierten Weg gegangen und sind in der Botschaft in Tel Aviv (10. Stock) gewesen. Bei unserem ersten Eintreffen – wir haben einen schönen Spaziergang durch Tel Aviv gemacht und dabei schon viel von der Stadt sehen können – mussten wir feststellen, dass die Botschaft freitags ab 15:30 Uhr geschlossen hatte und wir konnten erst am Sonntag wiederkommen. Also machen wir uns am Sonntag wieder auf den Weg. Als wir eintrafen mussten wir unsere Telefone am Empfang abgeben, warten, durch herumlaufende Botschaftsmitarbeiter anstarren lassen, ein paar Papiere ausfüllen und 360 Schekel (NIS) pro Person für das Visum bezahlen. Im Anschluss erklärte man uns, dass wir in 3 Stunden wieder zurückkommen können und das Visum abholen können. Die drei Stunden werden wohl immer veranschlagt, wir waren zumindest ganz alleine im Warteraum und haben keinen anderen Besucher gesehen.

Nachdem wir das Visum hatten, haben wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Jerusalem gemacht und haben eine Nacht dort verbracht. Abends mussten wir uns noch unseren Transport organisieren und verschiedene Leute in der Nähe des Busgates am Damascus Gate gefragt. Dabei sind wir auf Taxi „Nisha“ (oder so) aufmerksam gemacht worden, die aber nicht mehr zu später Stunde im Büro waren. Leider habe ich keine Link gefunden, das Büro ist aber in einem Hinterhof zu finden.

 

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und sind um 6:30 Uhr in dem Hinterhof gewesen, um sieben wurde das Büro geöffnet und wir haben zwei Tickets für uns beide und 3 Koffer-Tickets gelöst. Der Gesamtpreis lag bei 50 NIS pP und 15 NIS pro Gepäck. Wenn das Taxi voll ist (es handelt sich um einen Mercedes Sprinter – 10 Sitzer) geht es los, das war bei uns nach ca. einer halben Stunde der Fall.

Hier ein Fotos des Fahrscheins:

Nach einer ca. 40 minütigen Fahrt (inkl. einer ersten Überprüfung von Fahrzeug und Personen) waren wir an dem Grenzübergang Allenby Bridge / King Hussein Border wo uns erst einmal das Gepäck abgenommen wurde und wir dafür eine Nummer bekamen. In der Empfangshalle mussten wir nur noch eine Ausreisegebühr bezahlen (??? OBST?? Wie viel?) und konnten auf der anderen Seite unser Gepäck wieder empfangen (es wurde nur an der Seite auf die andere Seite getragen). Dort warteten wir auf einen Transport, der sich aber auch zog. Generell fährt man mit Bussen und muss 7 Jordanische Dinar (JD) pro Person und 1,5 JD pro Gepäckstück bezahlen. für den Preis wird man ein kurzes Stück gefahren – Fahrtzeit 10 Minuten mit kurzem Halt, bei dem man mal wieder seinen Pass vorzeigen musste.

An der Grenze auf Jordanischer Seite angekommen geht es ziemlich konfus zu. Erst einmal mussten wir dort am Geldautomaten Dinar ziehen um unseren Transport zu bezahlen, wir hatten es mit NIS ein wenig kompliziert für den Manager gemacht, er dachte wohl, dass wir Geld brauchten. Aber vielleicht gut zu wissen, dass dort ein Geldautomat vorhanden ist.

Wichtig an dieser Stelle ist es auch zu wissen, dass wir unseren Pass im Bus schon abgeben mussten und dieser durch den Busfahrer (unser war leider nicht sehr vertrauenserweckend) bei der nächsten Station abgegeben wird. Es ist schon immer ein mulmiges Gefühl, wenn man die Pässe so abgenommen bekommt.

Konfus war es, weil es zwei Schalter gibt: einen mit Einreise und einen mit Ausreise. Wir konnten nicht feststellen, ob es ein System gibt und wie das alles funktioniert, deswegen nur eine Vermutung wie es aussah:

Im ersten Schalter sitzen Mitarbeiter des jordanischen Geheimdienstes – voll geschlossene und Kragen hochgeklappte Kunstlederjacken und böse Blicke haben diesen Eindruck vermittelt. Erst wenn diese nach einem unklaren System mit den Pässen „fertig“ sind, dann reichen Sie diesen in die nächste Klappe weiter, wo noch einmal in einen Computer irgendwelche Sachen eingegeben werden. Wobei wir wirklich dankbar sein konnten, einer der Computer war wohl an ein ausfallsicheres Stromnetz angeschlossen, in der knapp halben Stunde fiel an dem Tag dreimal der Strom aus.

Nach einer halben Stunde haben wir dann unsere Pässe bekommen und sind aus dem Gebäude raus. Auf der anderen Seite, die eigentlich die gleiche Seite war, auf der wir auch reingegangen sind, haben wir uns dann für 30 JD ein Taxi zum Hilton Dead Sea (Bewertungen: Tripadvisor / Buchung: Booking.com) genommen.

Fazit: Also auf der jordanischen Seite konnten wir nicht erkennen, ob es wirklich ein System gibt, ich würde mal sagen, dass man sich theoretisch auch um die Einreise- und Ausreiseformalitäten rumdrücken kann – niemand hat so genau geprüft, ob wir die Prozedur auch abgeschlossen haben. Das aber nur in der Theorie.

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